Mittwoch Abend ging meine Reise nach Schweden los. Tagsüber habe ich das Auto gepackt und die Wohnung startklar gemacht. Ursprünglich hatte ich vor, noch jemanden auf der Strecke mitzunehmen, um die Kosten etwas zu reduzieren. Doch das Auto war dermaßen voll, dass ich nicht eine weitere Reisetasche hätte mitnehmen können. Wie berichtet, wollte ich die mehr als 1000 Kilometer weite Strecke von Berlin nach Stockholm mit der Fähre von Rostock über Nacht nach Trelleborg kombinieren. Von Berlin bis zur Fähre in Rostock sind es dankbarerweise nur 2 Stunden Autofahrt. Das neue Navi hat mich sogar direkt bis vor den Fähranleger von TT-Line fehlerfrei gelotst.

Eine Stunde vor Abfahrt konnte ich mit dem Auto auf die “Huckleberry Finn” auffahren. Das Schiff ist nichts außergewöhnliches. Nach 10 Minuten bin ich einmal durchgeschlendert und habe auf dem Deck noch die untergehende Sonne fotografiert.
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Da die Überfahrt leider “nur” 7 Stunden dauert, ist der Schlaf auch recht begrenzt. Also schnell die Kabine bezogen, die sich als recht schlicht herausgestellt hat. Trotzdem, für eine Nacht völlig okay. Für etwa 10 Euro Aufpreis bekommt man auch eine Kabine mit Fenster. Nachdem ich eh nur die Vorhänge zugezogen hätte, habe ich das Geld lieber gespart. Jedoch sollte man sich mit seinen Nachbarn gutstellen, denn die Wände sind recht dünn, sodass man jedes Husten hört. Ich war jedoch müde genug, sofort wegzuratzen. Am Kabinentelefon lässt sich praktischerweise einstellen, wie lange man vor der Ankunft geweckt werden will.
Das hat bei mir um Punkt 5.00 Uhr auch bestens funktioniert – wenn der Hupton auch nicht besonders sanft war, und mich halb aus dem Bett hat fallen lassen.
Nach einer wechselwarmen Dusche konnte ich mich noch genüsslich am Frühstücksbuffet vergehen, dass man für 10 Euro Aufpreis (Ha! Die Leute mit Fenster haben nur was getrunken!) dazubuchen kann. Man darf kein Traum-Brunch erwarten, doch von klassischem Müsli über frische Brötchen bishin zum Ham & Egg hab es alles, um glücklich zu werden. Nur der Kaffee (löslicher Jacobs) war zum Tote wecken (sollte er ja auch).
10 Minuten nach der Ankunft um 6 Uhr morgens ging meine 650 Kilometer lange Reise quer durch Schweden los. Angenehm ist, dass die Autobahn (E4) von der Südspitze Schwedens aus bis nach Stockholm in eins durchgeht. Da in Schweden ein Geschwindigkeitslimit von 110 km/h auf Autobahnen gilt, gibt es nicht viel zu tun während der Fahrt. So rollt man gemütlich mit ein paar wenigen anderen Schweden quer durch die Landschaft. Dabei habe ich leider nicht so viel vom Land gesehen, wie ich mir gewünscht hätte. Da man jedoch nur zum Rast machen und Tanken von der Autobahn herunterkommt, halten sich die Naturerlebnisse in Grenzen. So beschränken sich meine Neuentdeckungen auf einige wenige roten Holzhäuschen am Straßenrand und eine Kirchenruine, an der ich Pause gemacht habe.
Punkt 13.30 Uhr kam ich dann nach gut 7,5 Stunden Reisezeit endlich in Stockholm an. Das neue Navi (danke Aldi!), sowie die neue Autokühlbox (danke Lidl!) haben dabei voll überzeugt!
Am Wochenende geht es erstmal ab in den Urlaub, da werde ich sicherlich viel zu berichten haben.
Bis dahin “Hej då”!


